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Restless Legs Syndrom (RLS)

So kann man es nicht-medikamentös behandeln!

Menschen, die unter dem Restless Legs Syndrom leiden, haben unangenehme Empfindungen in den Beinen. Es ist, als ob die Beine unruhig sind und man das Verlangen verspürt, sie zu bewegen. Dieses Gefühl tritt hauptsächlich in Ruhephasen auf, besonders abends oder nachts, was den Schlaf oft erheblich beeinträchtigen kann.

Die genaue Ursache von RLS ist noch nicht vollständig bekannt, aber es gibt einige Faktoren, die damit in Verbindung stehen könnten, wie beispielsweise genetische Veranlagung, Eisenmangel oder bestimmte Erkrankungen wie Diabetes oder Nierenprobleme.

Wenn Sie vermuten, dass Sie möglicherweise unter RLS leiden, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen, um eine korrekte Diagnose zu erhalten.

Unabhängig von der Therapie – eins ist bei RLS besonders wichtig: nämlich Geduld. Alle Therapieansätze brauchen Zeit um zu wirken. Das Führen eines Tagebuchs ist übrigens sehr empfehlenswert. Dadurch kann man nämlich gut erkennen, ob gewisse Nahrungsmittel, Alkohol, Bewegung oder sonstiges eine positive oder negative Auswirkung auf die RLS Beschwerden haben.

Glücklicherweise gibt es aber einige Maßnahmen, um die Symptome von RLS zu lindern oder zu reduzieren:

1. Regelmäßige körperliche Aktivität: Leichte bis moderate Übungen wie Spazierengehen oder Schwimmen können helfen, die Symptome vom Restless Leg Syndrom zu reduzieren. Leichte Gartenarbeit ist ebenfalls von Vorteil. Versuchen Sie prinzipiell regelmäßige Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren. Aber Vorsicht: es kommt auf die Tageszeit der Aktivität an. Menschen mit dem Restless Leg Syndrom sollten sich eher vormittags und nicht in den Abendstunden bewegen. Bewegung am Nachmittag und besonders abends verschlechtert die RLS Beschwerden.

2. Das Verfahren der transkutanen spinalen Gleichstromstimulation (tsDCS) hat ebenfalls eine nachgewiesene positive Wirkung auf Menschen mit RLS Beschwerden. Bei diesem Verfahren wird im Lendenwirbelsäulenbereich eine Elektrode angebracht und dann 13 bis 15 Minuten lang leichter Gleichstrom abgegeben. Dabei spüren die Patienten ein leichtes Kribbeln. Die Übererregbarkeit des Rückenmarks bei Restless Leg Syndrom Patienten nimmt dabei signifikant ab.

3. Die meisten Menschen mit RLS profitieren von Kälte oder Kühlung. Viele lassen die Beine nachts frei und außerhalb der Zudecke. Man kann auch vor dem Schlafengehen kühlende Gels auftragen oder Coolpacks in dünne Strümpfe stecken.

4. Eine gute Vitamin D Versorgung ist bei den meisten, wenn auch nicht allen Patienten, sehr wichtig. Ein Vitamin D Mangel spielt übrigens bei vielen neurologischen Erkrankungen, wie z.B. multipler Sklerose oder Parkinson, eine wichtige Rolle.

5. Magnesium Präparate haben wissenschaftlich keine nachgewiesene positive Auswirkung auf das Restless Leg Syndrom.

6. Vermeide auslösende Substanzen: Koffein, Alkohol und Nikotin können RLS-Symptome verstärken. Gerade Rotwein wird von vielen RLS Patienten schlecht vertragen. Versuchen Sie, den Konsum dieser Substanzen einzuschränken oder zu vermeiden, besonders nachmittags und vor dem Schlafengehen.

7. Essen Sie viele Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen oder Linsen. Diese sind gut für die Versorgung mit Eisen. Milchprodukte sind Eisenräuber und sollten gegen Abend nicht mehr gegessen werden. Zucker ist ebenso schlecht für RLS Patienten. Achten Sie auch auf Fruchtzucker. Zu viel Obst kann die Beschwerden verstärken. Eisenhaltiges Gemüse wie Rosenkohl oder Brokkoli sind ebenfalls sehr empfehlenswert. Jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel. Achten Sie deshalb bei sich selbst darauf, welche Lebensmittel Ihnen besonders guttun und welche Ihnen eher Probleme bereiten.

8. Achten Sie auf Ihren Ferritin Spiegel. Bei einer normalen Blutuntersuchung beim Arzt wird nur der Eisengehalt getestet. Gerade aber der Ferritin Spiegel im Blut ist bei RLS Patienten sehr wichtig. Er muss im hochnormalen Bereich sein, also mindestens 75 Mikrogramm pro Liter betragen. Der Normbereich beginnt bei vielen Laboren schon bei 15 oder 25 Mikrogramm pro Liter. Das ist aber bei RLS viel zu niedrig. Darüber hinaus muss die Transferrinsättigung mindestens 20 % betragen. Transferrin ist das Transportprotein für das Eisen, das direkt mit dem Eisenvorrat im Körper korreliert.

9. Wenn Sie Eisentabletten einnehmen, tun Sie dies zusammen mit Zitronensaft oder Zitrusfrüchten. So kann der Körper das Eisen besser aufnehmen. Durch eine orale Einnahme werden die Eisenspeicher aber nur sehr langsam gefüllt. Oftmals bietet sich deshalb eine Eiseninfusion an.

10. Schaffen Sie eine angenehme Schlafumgebung: Eine gute Schlafhygiene kann dabei helfen, die Symptome vom Restless Leg Syndrom zu reduzieren. Achten Sie darauf, dass ihr Schlafzimmer dunkel, ruhig und kühl ist. Vermeiden Sie auch übermäßige Bildschirmzeit vor dem Schlafengehen.

11. Entspannungstechniken: Stress und Anspannung können RLS-Symptome verschlimmern. Probiere Entspannungstechniken wie Meditation, tiefes Atmen oder Yoga aus, um Stress abzubauen und deinen Körper zu beruhigen. Besonders Yoga hat eine nachgewiesene positive Wirkung auf die RLS Beschwerden.

12. Wenn RLS mit anderen Erkrankungen wie Eisenmangel oder Diabetes in Verbindung steht, ist es wichtig, diese Erkrankungen behandeln zu lassen. Besprechen Sie dies mit einem Arzt, um die beste Vorgehensweise zu ermitteln.

13. Manche Menschen berichten von positiven Erfahrungen mit Akupressur. Gewisse Nervenbahnen und Körperstellen werden selbst oder durch einen Physiotherapeuten behandelt. Ebenso empfinden manche Menschen Kneipp-Behandlungen als angenehm.

14. Vermeiden Sie Kompressionsstrümpfe. Unter diesen Strümpfen bildet sich nämlich eine Hitzestau. Das wird von fast allen Restless Leg SyndromPatienten als unangenehm empfunden. Außerdem bestehen Kompressionsstrümpfe aus Kunstfasern. Aus jahrelanger Erfahrung ist sicher, dass RLS Patienten nur Naturfasern verwenden sollten. Gerade auch bei der Bettwäsche ist dies sehr wichtig.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Tipps möglicherweise nicht bei allen Menschen wirksam sind, und es gibt auch medizinische Behandlungsoptionen für schwerere Fälle von RLS. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Symptome, um eine individuelle Behandlungsstrategie zu entwickeln.

Das Restless-Legs-Syndrom kann belastend sein, aber mit der richtigen Herangehensweise und Unterstützung kann man die Symptome lindern und einen besseren Schlaf erreichen.

Weiterhin empfehlen wir das Buch: „Leben mit unruhigen Beinen“ von Frau Professor Hornyak.

 

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