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Unser Fabrikverkauf bietet mehr als nur das günstige Einkaufen direkt beim Hersteller. Jede Matratze und Daunendecke, die unser Haus verlässt, ist ein Stück traditionelle Handwerkskunst. » mehr
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Probeschlafen
Sie können Ihre neuen Matratzen Probeschlafen – und das 100 Nächte lang! Treffen Sie die richtige Kaufentscheidung und geben Sie Ihrem Körper in gewohnter Umgebung Zeit zur Eingewöhnung. » mehr

Schlechter Schlaf und seine Folgen


Was macht schlechter Schlaf mit unserem Körper?

Schlafstörungen, wie Schlafunterbrechungen durch äußere Einflüsse, Schnarchen, Insomnien, Schlafapnoe, Restless-Legs, Narkolepsie, können die unterschiedlichsten Ursachen haben.
Gesellschaftliche Erwartung der Dauer-Fitness, Biorhythmen werden kaum beachtet, Fehlernährung, Überarbeitung, Ammenschlaf, Helligkeit und Lärm im Schlafbereich, Schicht-, Nachtschichtarbeit, Erkrankungen, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, Medikamentenmissbrauch, u.v.m.


Wenn wir nicht Schlafen

Selbst bei jungen Testpersonen, die eine Woche lang mit nur vier Stunden Schlaf pro Tag auskommen mussten, hinterließ die Schlafverkürzung deutliche Folgen: Der Kohlenhydratstoffwechsel verschlechterte sich, die Blutzuckerwerte (Glukose) waren erhöht, die Produktion der Schilddrüsenhormone geriet durcheinander, und abends wurden hohe Werte des Stresshormons Kortisol im Blut gemessen, die der Körper normalerweise erst in den frühen Morgenstunden ausschüttet. Diese Veränderungen ähneln denen, die im Frühstadium der Zuckerkrankheit und häufig auch bei alten Menschen auftreten. Bei vorübergehendem Schlafmangel bilden sich diese Stoffwechselentgleisungen zwar wieder zurück. Wer jedoch ständig zu wenig schläft, muss diesen Mangel teuer bezahlen.

Nach wie vielen Stunden Schlafentzug welche Beschwerden einsetzen, ist nicht pauschal zu beantworten. Gerade, wenn es um Schlafentzug von mehr als 48 Stunden geht, sind die Schwankungen sehr individuell. Paranoide TendenzenBeeinträchtigung der WahrnehmungAufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungenkommen zwar vor, treten aber von Mensch zu Mensch in unterschiedlichem Ausmaß auf. Dazu kommen körperliche Symptome wie das Ansteigen der Entzündungswerte, die Schwächung des Immunsystems und der Verlust der Temperaturkontrolle.

Das ist auch der Grund, warum extremer Schlafentzug nicht als direkte Todesursache gesehen wird. Lebensgefahr kommt von den Folgewirkungen. Wir versterben eigentlich aufgrund des Zusammenbruchs des Immunsystems. Es kommt zu bakteriellen Infekten, die in weiterer Folge tödlich enden können. Der Körper ist irgendwann dermaßen geschwächt, dass er Infektionen nicht mehr bekämpfen kann und aufgibt.

Unsere Gesellschaft leidet unter einem chronischen Schlafdefizit. Deutschland steht zu früh auf. Schule und Jobs beginnen für unsere innere Uhr viel zu früh, und so bauen wir über die Woche ein Schlafdefizit auf, das wir am Wochenende wieder abbauen müssen. Wir alle erleben das regelmäßig, aber wir haben gelernt damit umzugehen.

Zu wenig Schlaf hat auch eine gesellschaftliche Relevanz. Im Rahmen einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach, wurden insgesamt 519 Führungspersonen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung über ihre Schlafgewohnheiten befragt. Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend. Nicht nur, dass jede fünfte Führungskraft angab, nur maximal fünf Stunden pro Nacht zu schlafen und darunter zu leiden. Mehr als die Hälfte sind darüber hinaus der Meinung, dass sie bei mehr Schlaf weniger erfolgreich im Job sein würden. Dabei erinnern sich wiederum 57% der Teilnehmer an mindestens eine Verhandlung, deren Ergebnis durch Müdigkeit beeinflusst wurde.

Im Zustand der Übermüdung ändert sich unser Risikoverhalten. Wir können komplexe Zusammenhänge nicht mehr adäquat einschätzen und werden risikofreudiger. Wenn man an die vielen Nachtsitzungen der Politiker denkt, die dabei grundlegende Entscheidungen treffen, kann man hinterfragen, inwieweit diese eigentlich vernünftig und rational sind – und, ob die Beteiligten in einem ausgeschlafenen Zustand wohl zu demselben Ergebnis kommen würden.

Jim Horne, Schlafforscher an der Loughborough University in England, hat herausgefunden, dass wir nach 17 Stunden ohne Schlaf ein Reaktionsvermögen haben, das einem Blutalkoholspiegel von 0,5 Promille gleicht. Nach 22 Stunden steigt der Wert auf 1 Promille und wir haben quasi ein Reaktionsvermögen eines Betrunkenen. Tödliche Verkehrsunfälle sind in Deutschland übrigens zwei- bis dreimal häufiger auf Übermüdung als auf Alkohol zurückzuführen.


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Dr. Hans-Günter Weeß ist Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Somnologe und Leiter des Schlafzentrums im Pfalzklinikum. In seinem Buch „Die schlaflose Gesellschaft – Wege zum erholsamen Schlaf und mehr Leistungsvermögen“ (März 2016) schreibt er über Schlafstörungen und Lebensqualität.


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